blogeintrag vom 1. März 2018 - Kategorie: Mini Interior.

kleines kinderzimmer einrichten

Immer wieder werde ich gefragt: Wie kann ich ein kleines Kinderzimmer richtig schön einrichten? So dass der Raum optimal ausgenutzt wird, es aber insgesamt nicht überfüllt oder beengt wirkt? Aber dennoch alle wichtigen Elemente und Bereiche ihren Platz erhalten? Und sich ein schöner, harmonischer Raum ergibt, in dem sich Kind und Eltern wohl fühlen können?

Hast auch du ein kleines, bzw. eher kleines Kinderzimmer und möchtest, dass es richtig schön und geschmackvoll wird, habe ich heute sieben Tipps für dich, die dir genau dabei helfen.

1. Definiere Abläufe und Funktionen innerhalb eures Kinderzimmers

Vermutlich geht es dir wie offenbar sehr vielen Müttern – du bist ein wenig hingerissen zwischen der großen Auswahl schöner Dinge und auch von den Möglichkeiten, wie man ein Kinderzimmer gestalten kann. Inzwischen ist es ja sogar möglich, das Kinderzimmer zu einem kleinen Indoor-Spielplatz werden zu lassen, ohne dabei mit dem modern-minimalistischen, schönen Stil brechen zu müssen: Sprossenwand, Turnringe, Schaukel, Rutsche, Wippe, Bällebad – all das gibt es in hochwertig, modern und stylisch. Und eine Aktiv-Zone ist ja außerde nur ein Gestaltungsaspekt von vielen…

Natürlich fällt es angesichts solcher und vieler weiterer Möglichkeiten schwer, sich auf bestimmte, ausgewählte Optionen zu beschränken. Aber leider ist das wirklich unerlässlich. In einem kleinen Kinderzimmer gilt das ganz besonders.

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Daher heißt es zu aller erst: Prioritäten setzen! Was braucht ihr also unbedingt in eurem Kinderzimmer?

Die Antwort bestimmt sich nach den Abläufen und Dingen, die im Kinderzimmer stattfinden sollen. Nicht zwangsläufig muss das alles beinhalten von Wickeln und Anziehen bis Schlafen. Denn möglicherweise findet die Wickelkommode Platz im Bad, ein Kleiderschrank kann im angrenzenden Flur untergebracht werden und schon wäre deutlich mehr Raum für einen Abenteuer-Kletter-Bereich oder  etwas anderes, von dem ihr träumt…

Meine unbedingte Empfehlung ist daher, über die Abläufe und Vorlieben innerhalb eurer Familie nachzudenken und zu überlegen, was wo stattfinden sollte. Für viele Familien, die ein eher kleines Kinderzimmer haben, aber zum Beispiel eine großes, offenes Ess-Wohnzimmer, ist die Einrichtung einer Spielecke im Elternbereich eine gute Option. Zumal die große Auswahl schöner Kisten und Körbe sehr dekorativen Stauraum ergibt, der auch im Wohnzimmer hübsch und aufgeräumt daherkommt.

Was nicht ausgelagert werden kann, muss dann also im Kinderzimmer selber stattfinden. Diese wichtigen Funktionen und Bedürfnisse sollte Priorität vor “nice to have” Aspekten wie einer großen Kuschelecke oder einem Abenteuerbereich gegeben werden.

Je genauer du weißt, was unbedingt Platz finden muss, desto erfolgreicher wird das Projekt, ein kleines Kinderzimmer gelungen einzurichten!

2. Wähle die richtigen Möbel aus

Ein ganz wichtiger Punkt, bei dem eines gerade in einem kleinen Raum unbedingt gilt: weniger ist mehr! Harmonisch und schön kann ein kleiner Raum nur wirken, wenn er trotz des geringen Platzangebotes noch kleine freie Flächen aufweist, nicht jeder Winkel des Raumes möbliert oder dekoriert ist. Das gilt sowohl für die Bodenfläche als auch für die Wandgestaltung.

Bei der konkreten Auswahl der Möbel solltest du darauf achten, eher minimalistische, schlichte Möbel in hellen Farben auszuwählen. Außerdem darauf, dass die Möbel in Verbindung miteinander stehen. Das erreichst du über Übereinstimmung in Design, Stil und Farbe. Vorsicht mit klassischen Kinderzimmer-Serien: Bett, Schrank, Kommode aus derselben Serie zu haben, kann eine gute Wahl sein, ist es im Regelfall aber selten. Denn schnell wirkt es wie im Einrichtungs-Katalog. Es fehlt die Individualität.

Besser ist es, eine eigene Kombination zusammenzustellen, die miteinander harmoniert. Dabei darf es natürlich ein “Statement-Piece” geben, wie eine antike Kommode oder ein farbiges Element. Idealerweise wird dieses Stück dann durch entsprechende Deko oder ein kleines Accessoire in ähnlichem Stil oder Farbe an zweiter Stelle im Raum “aufgefangen”.

Grundsätzlich empfehle ich im Kinderzimmer eher kleinere, dezente Möbel. In einem kleinen Raum kann es aber eine Option sein, in die Höhe zu möblieren statt in die Tiefe. Also statt eines eher wuchtigen Kleiderschrankes, der auch in der Tiefe ausufert, lieber auf ein besonders “schlankes” Regal oder Schrank zu setzen, das dann dafür aber in die Höhe ragt. Mit der Stuva Serie von Ikea geht das übrigens ziemlich gut*. Die sieht hoch gestapelt aufgrund der kindlichen, schlichten Form wirklich hübsch aus, gerade in Räumen mit hohen Decken. Natürlich muss soetwas sorgfältig und kindersicher an der Wand montiert werden.

Außerdem ist auch ein Hochbett eine Möglichkeit, Platz zu schaffen – allerdings ist das ein Thema für sich (besonders in kleinen Räumen), über das du dich hier in meine Artikel Hochbett mit Rutsche ausführlich informieren kannst.

3. Verwende helle Wandfarben

In kleinen Zimmern sind helle Farben fast immer die richtige Wahl. Dunkle Töne lassen den Raum kleiner wirken. Große Flächen sollten lieber in hellen, neutralen Tönen wie Weiß, Offwhite, Nude oder Hellgrau gestaltet werden. Kräftige Farben sollten nur akzentuiert zum Einsatz kommen.

Idealerweise werden solche Töne über austauschbare Accessoires ins Zimmer eingearbeitet. Außerdem solltest du dir darüber bewusst sein, dass Spielzeug und Bücher ohnehin Farbe ins Kinderzimmer bringt…

Das Bild unten zeigt eine schöne Kompromiss-Lösung, wenn ihr gern eine kräftigere Farbe einsetzen möchtet…. Statt einer komplett gestrichenen Wand in einer Kontrastfarbe, wurde sich auf das untere Drittel der Wand beschränkt. Damit es insgesamt harmonisch wirkt, greift der Baldachin diese Farbe wieder auf, was für einen farblichen Ausgleich sort. Daher ist mein Tipp, derartige Farbkontrast unbedingt durch passende Accessoires auszugleichen.

4. Sorge für mehrere Lichtquellen

Viel natürliches Licht spielt eine große Rolle in allen Wohnräumen. In einem kleinen Kinderzimmer ganz besonders. Denn je mehr Sonnenlicht in einen Raum fällt, desto größer wirkt er. Sofern kein Blend- oder Sichtschutz benötigt wird, sollten Vorhänge oder Rollos so angebracht werden, dass sie tagsüber nicht zusätzlich Licht wegnehmen. Daher sollten außerdem keine großen Möbel in der Nähe des Fensters platziert werden. Lange Schatten und weniger Tageslicht wären die Folge.

Aus Gründen der Gemütlichkeit empfehle ich auch für besonders helle Räume mehrere, über eine Deckenleuchte hinaus gehende Lichtquellen zu schaffen. Manche Experten raten dazu, fünf verschiedene Beleuchtungsarten einzusetzen. Auch ich setze das in meiner Kinderzimmerberatung häufig so um. Aber natürlich sind auch drei Stück ein guter Mittelweg.

So würde ich neben Tages- und Deckenlicht unbedingt eine Steh- oder Wandleuchte empfehlen – allein schon, weil es sie in den wunderbarsten Motiven, Farben und Varianten gibt und sie dadurch häufig einfach traumhaft schön sind.* Weitere Optionen sind eine Cottonball-Lichterkette wie unten auf dem nächsten Bild oder ein Nacht- bzw. Leselicht*.
Auch hier ist die Auswahl groß und die Entscheidung fällt natürlich entsprechend gar nicht so leicht…

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5. Entwickele ein harmonisches Gesamtkonzept

Das “Geheimnis” eines gelungenen Kinderzimmers ist, die einzelnen Elemente der Einrichtung so miteinander zu kombinieren, dass ein harmonischer Raum entsteht. Der Schlüssel zu einem schönen Kinderzimmer ist also die Komposition. Ganz besonders gilt das in einem kleinen oder eher kleinen Kinderzimmer.

Überlege dir daher ganz genau:

  • Welche Farben sollen im Kinderzimmer vorkommen?
  • Welche Farbe soll dominieren?
  • Welche Themen und Motive sollen im Kinderzimmer vorkommen?
  • Passen die Möbel zueinander in Farbe, Stil und Material? (s.o. dazu auch weiter oben Punkt 2)
  • Wie können diese miteinander optimal in Einklang gebracht werden?
  • Gibt es Möbel, Farben oder Elemente, die besonders herausstechen und wie wirkt das? In diesem Kontext sollten zum Beispiel gerade dunkle Farben an anderer Stelle im Raum zumindest ansatzweise wieder aufgegriffen werden, um einen harmonischen Gesamteindruck erreichen zu können.

Schreib’ dir die von euch ausgewählten Farben und Motive auf und stelle darauf basierend deine Shopping-Liste zusammen. Nur, was deine Konzept entspricht, darf in den Warenkorb und später in euer Kinderzimmer einziehen.

Mein Tipp außerdem: kaufe nach und nach. Und prüfe während des Einrichtungsprozesses immer wieder, wie das Zimmer auf dich wirkt. Und ob noch Raum für weitere Details ist oder ob es allmählich zu viel wird. Sei hier ein wenig geduldig, es lohnt sich!

6. Setze auf flexible Spiel-Elemente und Accessoires

Weiter oben bei Punkt 1 sagte ich es bereits – bei einem kleinen Platzangebot ist es wichtig, dich auf die wichtigen Funktionen und Bereiche zu konzentrieren und dafür zu sorgen, dass diese in eurem Kinderzimmer Platz finden.

Dennoch müsst ihr deshalb nicht zwangsläufig auf schöne “nice-to-have” Elemente – wie eine gemütliche, dekorative Kuschelecke, eine Aktivzone oder ähnliches – verzichten! Wenn ihr diese Dinge gut plant und optimal in den Raum integriert.

Hier einige Ideen dazu:

  • Statt eines Tipis oder Spielhauses könnt ihr ein Baldachin als als “Zelt”* verwenden. Sie sind gemütlich, dekorativ, es gibt sie in vielen Farben und das Beste: sie sind flexibel und nehmen – wenn du sie z.B. zusammen- oder hochbindest  – keinen Platz weg. Auch hast du die Möglichkeit, sie über oder direkt neben dem Bett anzubringen, so dass das Bett tagsüber zur Kuschelecke werden kann.
  • Die Kombination aus Bett und Kuschelecke ist insgesamt eine ziemlich gute Idee – ich bin nämlich der Meinung, dass jedes Kinderzimmer unbedingt eine Kuschelecke haben sollte! Wenn aber nicht genug Platz für beides ist, ist die Kombi-Lösung euer Weg! Dazu kannst du entweder ein Tagesbett auswählen oder einfach euer normales Junior- oder Umbaubett verwenden. Ein Gitterbett ist weniger geeignet, denn es ist für Erwachsene natürlich eher schwierig, dort mit dem Kind ein Buch zu lesen… Einfach eine schöne Woll- oder Tagesdecke über die Bettdecke legen oder alternativ Bettdecke und Kopfkissen tagsüber in einem großen Textilsack oder Flechtkorb aufbewahren*. Dazu ein paar schöne Deko-Kissen* und fertig ist euer Ruhe- und Lesebereich.
  • Wenn ihr euch eine Aktivzone wünscht, könnte eine Sprossenleiter* oder Kletterwand eine Option sein. Beides braucht lediglich Wandfläche und nimmt somit keinen Raum auf dem Fußeboden ein. Außerdem könnte ein Hängesessel eine Option sein* oder eine Türrahmenschaukel bzw. von der Decke hängende Turnringe. Alles Elemente, die gerade extrem im Kommen sind und wenig Platz benötigen.

7. Halte Ordnung und sortiere regelmäßig aus

Gerade wenn euer Kinderzimmer nicht genug Raum für einen großen Kleiderschrank bietet und du daher auf kleinem Stauraum die gesamte Garderobe deines Kindes unterbringen musst, ist es empfehlenswert, hier wirklich nur Kleidung aufzubewahren, die deinem Kind wirklich passt und der Jahreszeit entspricht. Je kleiner das Kind, desto häufiger solltest du den Kleiderschrank sorgfältig ausmisten und zu klein gewordene Kleidungsstücke aussortieren.

Dasselbe gilt natürlich für für Spielzeug: Aufbewahrt wird nur, was ohne Defekt und altersgerecht ist. Und wenn dann immer noch große Spielzeugmengen die Schränke belegt, hilft ein einfaches “Rotationsprinzip”. Dabei werden Spielzeuge reihum für einige Zeit anderweitig und damit außerhalb der Reichweite des Kindes aufbewahrt. So schaffst du Platz und sorgst gleichzeitig dafür, dass dein Kind intensiver mit den Sachen spielt, wenn sie wieder aus der Versenkung auftauchen.

Du siehst – wenn ihr euch vor allem über eure Wunsch-Elemente und grundlegenden Bedürfnisse klar werdet und dann möglichst viele der hier genannten Gestaltungs-Tipps umsetzt, wird euer Kinderzimmer nicht nur wunderschön, sondern auch ein richtiger Wohlfühl-Raum, an dem ihr gemeinsam viel Freude habt.

Hast du Fragen zur Kinderzimmer-Gestaltung oder suchst nach individueller Beratung, dann melde dich gern bei mir! Hier erfährst du mehr über mich und meine Arbeit und kannst einen Termin vereinbaren.

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Bildnachweise
Foto 1 Wilmer Interior 
Foto 3 Studio In 
Foto 5 Uli Kaufmann 
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* So gekennzeichnete Links sind Affiliate Links.

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