blogeintrag vom 25. Februar 2016 - Kategorie: Homestory.

Kinderräume Tipi und Miffy

Warum ich Kinderräume so liebe

Wohngestaltung ist meine Leidenschaft. Das habe ich ja hier schonmal beschrieben. Ganz besonders glücklich macht es mich, Kinderzimmer einzurichten. Bestimmt liegt es daran, dass es für Kinder unzählige tolle, bunte, zauberhafte, fröhliche Möbel, Accessoires und natürlich Spielzeug gibt. Natürlich macht es Spaß, sich in dieser Vielfalt zu verlieren und die schönsten Dinge bei sich einziehen zu lassen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man als Eltern kleiner Kinder wirklich viel Zeit in diesen Räumen verbringt. Mehr Zeit als im Wohnzimmer oder in der Küche. Und oft auch mehr Zeit, als einem eigentlich lieb ist.

“Maaaamaaaa, komm’ biitte” sagt mein Minijunge, wenn ich seinen Raum zu lang verlassen habe. Ja, er sagt wirklich “bitte”. Fast immer. Aber lasst euch nicht täuschen – es klingt so höflich und bittend, aber eigentlich ist es eine klare Ansage. Ich soll dort sitzen. Schauen. Staunen. Spielen. Dort und nirgendwo sonst. Daher habe ich es in seinem Reich hübsch eingerichtet. Für ihn. Für das Minimädchen. Für mich. Ich bin völlig verliebt in diese zwei kleinen Räume.

Meine ersten eineinhalb Mutterjahre verbrachten wir in meiner ehemaligen Single-Wohnung. Dort lebte ich, als mein Mann noch beruflich in einer anderen Stadt wohnte. Ich hatte viel Platz. Und dann zog erst mein Mann ein, dann Kind eins und schließlich Kind zwei. Das war so nicht wirklich mein Wunsch. Ich wollte doch so gern ein Kinderzimmer einrichten. Platz haben. Statt dessen machten wir zuerst nur ein Wickeleckchen frei, schließlich zogen wir mit dem Elternbett ins Wohnzimmer, damit der Minijunge zumindest ein eigenes Bett bekam. Der Wunsch nach richtigen Babyzimmern wurde also aufgeschoben. Ende vergangenen Jahres war es dann so weit. Kurz nach Geburt des Minimädchens zogen wir um. Kein idealer Zeitpunkt, ehrlich gesagt. Als ich mein kleines Baby bestaunen und bekuscheln wollte, waren bisweilen 15 Handwerker in unserer Wohnung. Nie werde ich vergessen, wie es war, als die Schweißer-Truppe das Treppengeländer anbrachte und sich die drei Arbeiter über die Geräuschkulisse der Metallfräse Kommandos zuriefen während ich versuchte, mein Kind in dieser Welt ankommen zu lassen. Nur meine Kleine und ich – und die Metallfräse. Aber so war es nunmal. Ich versuchte, mir das Positive zu vergegenwärtigen – dass nämlich meine Kinderzimmerträume dabei waren, sich zu erfüllen. Und das haben sie sich wirklich.

Hier zeige ich euch nun in zwei Teilen Bilder unserer zwei Kinderzimmer und gebe euch viele Shoppingtipps und Ideen mit dazu. Gleichzeitig möchte ich mit diesen Beiträgen eine Serie beginnen: “Kinderräume – Homestory bei…” Hier zeigen befreundete Mütter und andere Bloggerinnen, wie hübsch mit Freude und Liebe eingerichtete Kinderzimmer sein können. Jeder schaut ja irgendwie gern durch’s Schlüsselloch – und wenn es Kinderzimmer sind, natürlich besonders gern!

Nun aber zu den Räumen von meinen Minikindern

Wir wünschen uns, dass die beiden zusammen schlafen und zusammen spielen und haben daher für diese beiden Bereiche je ein gemeinsames Zimmer gestaltet. Die Kleinkinderjahre soll also nicht jeder sein eigenes Zimmer bewohnen, sondern sie sich beide Zimmer teilen. Noch ist unser Minimädchen zu klein, um beurteilen zu können, ob sich unser Wunsch erfüllen wird und das so klappt. Aber wir werden viel dafür tun. Denn ganz ehrlich, wenn schon das ganze Ding mit “zwei unter Zwei“, dann aber mit dem Vorteil, dass die zwei (hoffentlich!) richtig dicke Freunde werden und ihr kleines Leben miteinander teilen. Und ihre Zimmer entsprechend auch.

Nun haben wir also ein Spielzimmer und ein Schlaf-Wickelzimmer. Letzteres ist der kleinere der beiden Räume. Ich zeige euch das Zimmer in meinem nächsten Beitrag. Heute lernt ihr den Raum kennen, in dem Bahnen fahren, Autos repariert werden, wilde Tiere leben und man sich in Indianerzelten versteckt kann.

Wer schon öfter hier mitgelesen hat, weiß, dass wir uns während der Schwangerschaft in der Geschlechterfrage haben überraschen lassen. Einfach so. Ohne besonderen Grund. Ein bisschen mehr Zauber in die Schwangerschaft gezaubert vielleicht. Was für ein Luxus,  für solche Spielereien einen Kopf zu haben! Wir fanden es einfach toll und aufregend und… lagen gefühlsmäßig falsch. Der fest erwartete zweite Minijunge war in Wahrheit unser Minimädchen. Welch Überraschung und welch Glück, so überrascht zu werden. Als die Kleine geboren wurde, war das Zimmer gedanklich schon eingerichtet und viele Möbel und Dekoteile warteten in einem Lagerraum auf den Moment des Einzuges. Ich gebe zu – mit Rosa und Lila hatte ich mich bis dahin zurück gehalten und diese zusätzlichen Farbtupfer daher erst nach und nach hineingebracht. Und so finde ich es jetzt einfach ganz wunderbar und geschlechtermäßig auch rein optisch ausgewogen.

Was bei uns eingezogen ist und wo ihr unsere Möbel und Accessoires kaufen könnt

Seit meiner Kindheit liebe ich Miffy. Es war klar, dass ich also nicht ohne die Miffy Lampe auskomme. Sie war so ziemlich das erste Stück, das ich für “die Jungs” – wie ich damals ja glaubte – gekauft hatte. Ich fand, einem Jungszimmer könne ein Hase nicht schaden. Ich wusste nicht mal, dass diese Lampe so ein Must-Have ist, wenn man bei Instagram mal herumschaut. Also – jeder hat sie und wir haben sie auch. Und lieben sie wie verrückt.

Ebenso zauberhaft finde ich unsere Fermliving Häusertrilogie. Ich bin so verzückt von dieser reizenden Verstaumöglichkeit, dass ich kürzlich ein ganzes Styleboard zu diesem Thema erstellt habe. Bei uns wohnen darin eine große Anzahl wilder Tiere von Schleich und ein paar ihrer Safarifreunde aus Holz. Und sie leben zusammen mit der überdimensionalen Miffy. Es geht ihnen gemeinsam also ziemlich gut.

Kinderräume Miffy Lampe Kinderräume Häuserregale
Kinderräume Wandhäuser

 

Ich wollte unbedingt eine große Bilderwand nach der “Petersburger Hängung” haben. Dabei hängt man viele Bilder mit geringem – oder bei uns ganz ohne – Abstand “wild” nebeneinander. Hoch, quer, klein, groß. Das ganze sieht so zufällig aus, war aber eine ganz schöne Puzzlei und ein Vormittagsprojekt für meinen Mann. Der auch noch ganz schön geflucht hat. Denn diese Wand musste gut geplant, mit Maßen versehen aufgezeichnet und schließlich auch noch angebracht werden. Inklusive kleinerer Korrekturen. Und ein Bilderrahmen ist auch noch zu Bruch gegangen, klar. Egal. Ist alles vergessen und es sieht einfach so toll aus! Die Bilder sind von TreeChild, Ava & Yves, Michelle Carlslund Illustration und Human Empire Shop sowie kleineren Illustratoren, die ich auf Designmessen entdeckt habe. Die Rahmen sind von IKEA (Ribba) und einfach immer fantastisch.

 

12 Kinderkunst2

 

Unter der Bilderwand befindet sich auch bei uns der alltime Kinderzimmerregal Klassiker “Kallax” von IKEA, das ich noch mit ein paar Wölkchenstickern aufgehübscht habe.

Das mit den Wolken ist ebenfalls so eine Sache… Sie sind jetzt überall. Hatte ich doch anfangs tatsächlich die Sorge, als Retro-Mutter zu gelten, wenn ich die bauschigen Himmelsgebilde in die Kinderzimmer einziehen lasse… Nichts da. Offenbar geht es gar nicht mehr ohne. Das Problem dabei? Ständig entdecke ich überall neue schöne Wolkendinge und kann mich nur schwer vom Kauf abhalten… Damit ich nicht kaufe, ihr aber vielleicht schon (ihr habt ja vielleicht noch Platz?!), habe ich auch zu diesem Thema kürzlich erst ein Styleboard erstellt. Aber an dieser Wolkendecke aus Baumwolle von Fussenegger konnte ich nicht vorbei, als ich sie bei Liv in Eimsbüttel entdeckte. Sie ist so wunderbar! Die Kissen dazu habe ich bei Ahoi Design bestellt. Das hübsche Steckspiel auf dem Kallax-Regal ist übrigens von Hema und die Birnenlampe von A little lovely company.

 

klein Bilder&Regal  Kinderräume Wolkendecke

 

Ganz zauberhaft finde ich auch die Hemnes Kinderbank von IKEA. Es gibt Dinge beim großen Schweden, die einfach nur ganz toll sind. Die Bank ist es definitiv! Ich habe diese Ecke, die sich vor dem Eingang des Spielzimmers befindet, zur Abwechslung fast monochrom gehalten. Dreiecke sind von Eulenschnitt und die Kissen von prostoConcept. Wenn da nicht die beiden Origami Elefanten in Grün und Blau von No Gallery wären. Die zwei Elefanten haben wir einfach mit einem dünnen Nagel an der Wand befestigt.

Das Tipi ist für mich der Traum schlechthin. Es ist einfach nur toll und passt so zu uns und dem Zimmer, als ob es eigens für uns entworfen worden wäre. Ich habe es bei LittleNomad gefunden und liebte es vom ersten Tag, ach – vom ersten Foto, an. Daneben hängen Birne und Apfel von Fine Little Day. Die Lichterkette mit den bunten Cottonballs habe ich hier selber zusammengestellt. Das Fell ist von IKEA. Die Kissen im Zelt sind von what leo loves (Kollektion Wasserglück und Mäuslein), Bloomingville (Wolke) und Oyoy (Eisbär Knut).

 

11 klein Kinderbank 21 klein Tipi

 

Süß und kindlich und dennoch wunderbar zurückhaltend sind diese zwei Häuserregale (okay, Häuserregale haben es mir wirklich ganz schön angetan…) von Vertbaudet. Sie stehen unter der Wolkenwand in mintgrün, die wir mit Limmalands Wolkenstickern und den IKEA Bilderleisten gemacht haben. Es ist so einfach und einfach so unendlich zauberhaft! Dass ich eine solche Bücherwand umsetzen wollte, war mir lang vorher klar. Aber zunächst konnte ich mich nicht entscheiden, wie genau ich sie inszenieren wollte und bin mit der Wolkenversion einfach so super happy! Auch hier finden sich wieder die süßen Birnenlampen.

 

15 klein Sofa 5 Wolkenregale

Ein bisschen Farbe und Leben gibt es dann noch in der Ecke mit der Dachschräge. Statt Pompons könnte man auch Wabenbälle nehmen, die sind dann vielleicht auch noch etwas “jungsmäßiger”. Damit es nicht zu bunt ist, sind die Pompons in weiß und creme (von Pomponyourlife) gehalten.  Die Lampe in Türkis mit weißen Pünktchen ist von what leo loves und die Wimpelkette in bunt von Fabelab.
Die Polster sind Teil eines Sets, das man hier in Hamburg in Wunschfarben lokal bei einem großen Schaumstoffhändler bekommt, die darauf sitzende Katze ist von Oyoy.

Kinderräume Wimpel & Pompons

Und weil es so hübsch ist, hier nochmal das Tipi zusammen mit der leuchtenden Miffy – zusätzlich vorn der so wunderbar leise wie niedliche Marienkäfer von Wheely Bug.

 

Kinderräume Tipi & Käfer

 

Wenn ich bei einem Teil, das euch gefällt, einen Shoppinghinweis vergessen haben sollte, fragt mich gern! Und wenn dir unser Kinderraum gefällt, hinterlass’ mir doch einen Kommentar. Ich freue mich riesig!

Ich hoffe, es waren einige Inspirationen für dein eigenes Kinderzimmer dabei! Weitere Gestaltungsideen findest du zum Beispiel hier oder hier.

Du möchtest gern eine individuelle Beratung, damit dein Kinderzimmer so hübsch wird, wie du es dir immer gewünscht hast? Dann schreibe mir eine Email an hallo@whatleoloves.de oder nutze das Kontaktformular. Sehr gern richte ich auch dein Kinderzimmer ein.

Mehr Informationen dazu und einige Arbeitsproben findest du außerdem hier.

2 Antworten auf “Homestory Kinderzimmer – bei uns zu Hause (Teil 1)”
  1. Verena

    Hallo, erstmal ein großes Lob für deine tolle Seite! Mich würde interessieren welche Wandfarbe dieser schöne Mintton ist. Bin selber gerade auf der Suche nach der richtigen Farbe für’s Kinderzimmer. Lieben Dank Verena

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    • Liebe Verena, entschuldige, dass ich deine Kommentar erst so spät beantworte. Die Farbe heißt Mint 55 und ist von
      Caparol. Du kannst sie dir unter dieser Bezeichnung aber auch in jedem Baumarkt anmischen lassen. Viel Freue damit.
      Herzliche Grüße, Christine

      Antworten
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