blogeintrag vom 21. September 2018 - Kategorie: Mini Interior.

5 Gründe für ein schönes Kinderzimmer

Da du hier auf meinem Blog liest, weiß ich genau: Du liebst schöne Kinderzimmer so sehr wie ich. Und das ist auch kein Wunder – nirgends ist die Auswahl schöner und besonderer Produkte so groß, vielfältig und entzückend wie im Bereich Kids Interior. Doch wusstest du, dass es ein schönes, liebevoll eingerichtetes Kinderzimmer eine nicht zu unterschätzende Bedeutung hat? Und zwar nicht nur für dein Kind, sondern auch für dich. Warum das so ist, erzähle ich dir jetzt.

Foto AdobeStock/oksana_bondar

1 Oft unterschätzt: Glücksfaktor Kinderzimmer

Ich bin fest überzeugt: Kinderzimmer machen glücklich. Und zwar sowohl Kinder als auch Eltern. Wir Menschen haben das Bedürfnis, uns unsere Umgebung ästhetisch und schön zu gestalten. In einem Land mit wechselnden Jahreszeiten und einem manchmal (gefühlt) sehr langen Winter gilt das natürlich ganz besonders.

Das Kinderzimmer bietet im Vergleich zu den übrigen Wohnräumen ganz besonders viele und schöne Gestaltungsmöglichkeiten. Denn das Angebot kindlicher und liebevoller, dabei aber geschmackvoller Deko-Artikel und Möbel ist in den letzten Jahren regelrecht explodiert. Vorbei sind die Zeiten von Feuerwehr- und Prinzessinnenzimmern, die doch meist so gar nicht dem
elterlichen Wohngeschmack entsprechen.

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Stattdessen gibt es wechselnde, modern und stilvoll interpretierte Motive und Themen, die in jedem Alter begeistern. Und einfach wunderschön und dekorativ sind. Ich finde, das Kinderzimmer umgibt auch aus Erwachsenenperspektive ein gewisser Zauber, den man nur schwer beschreiben kann. Es hat vielleicht etwas mit den eigenen Kindheitsträumen zu tun und auch ganz einfach damit, dass in jedem Menschen ein kleines Bisschen „Kind“ steckt. 

So rief mich vor einigen Wochen eine Kundin an, der ich bei der Kinderzimmergestaltung geholfen hatte. Gerade waren die letzten Möbel und Accessoires eingetroffen und sie sagte zu mir „Danke, dass du mein Leben schöner und glücklicher gemacht hast.“ Ich  war sehr berührt und glaube, besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Denn ich weiß aus dieser und vielen ähnlichen Gesprächen und Erfahrungen: Es ist wirklich so – Kinderzimmer machen glücklich. Klein und Groß.

2 Ein Geheimtipp in Sachen Selbständigkeit

Wenn ein neues und anfangs natürlich winzig kleines neues Familienmitglied Einzug erhält, wünschen sich viele Mütter die absolute Nähe zu ihrem Kind. Und das Kind sich in aller Regel
sowieso.

Doch ein Baby wächst schnell, sehnt sich nach Eigenständigkeit und Individualität. Das ist der Zeitpunkt, an dem das Thema „Kinderzimmer“ so richtig bedeutsam wird. In der Regel ist das irgendwann nach dem ersten Geburtstag.

Wenn das Spielzeug mehr wird und dann im Kindergartenalter die Interessen vielfältig werden, Türme gebaut und erste Bilder gemalt werden. Spätestens dann steht der (zumindest teilweise) „Auszug“ aus dem elterlichen Wohnraum an. Oft wünschen sich Eltern dann auch, dass ihr Kind nicht mehr im Elternschlafzimmer übernachtet.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Kindern wesentlich leichter fällt, die entsprechenden und gewünschten Schritte in Richtung „Selbständigkeit“ zu machen, wenn es sich in seinem eigenen Kinderzimmer so richtig wohlfühlt.

 

“Dazu ist es wichtig, die kindlichen Grundbedürfnisse nach Rückzug und Spielen so zu reflektieren, dass sich dieses Wohlfühlen von ganz allein einstellt” sagt auch Wohnpsychologin Dr. Barbara Perfahl, mit der ich dazu ein Interview geführt habe. (Das Interview werde ich in Kürze hier auf dem Blog ebenfalls veröffentlichen.) Indem ein Kreativbereich, eine Kuschelecke und natürlich ausreichend Stauraum für Spielzeug sowie ein Schlafbereich geschaffen wird.

Wenn ein so eingerichteter Raum noch ansprechend und liebevoll dekoriert und inszeniert wird – v.a. durch Wandgestaltung und warme Lichtquellen – ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Kind seinen Wohnraum gern und häufig aus eigenem Antrieb aufsucht, sicherlich sehr hoch.

Foto: Christine Hippelein | whatleoloves.de

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3 Ein weiterer Ausdruck von Liebe und Fürsorge

Wie alle Menschen wünschen sich auch Kinder Geborgenheit. Natürlich drückt sich dies in erster Linie vor allem immateriell aus und zwar durch Aufmerksamkeit, Interesse sowie emotionale und körperliche Nähe. Doch auch ein schöner, liebevoll gestalteter Wohnraum unterstützt das Geborgenheitsbedürfnis des Kindes und vermittelt ihm das Gefühl von Liebe und Fürsorge.

Und es gibt noch einen anderen Aspekt, der – zumeist – Mütter dazu motiviert, die Kinderzimmergestaltung mit viel Liebe und Engagement anzugehen: Es ist beeinflussbar, planbar.

Wir Mütter spüren es doch sonst fast jeden Tag: Elternschaft ist nicht immer leicht. Es gibt viele Dinge, die wir nur mittelbar oder auch gar nicht richtig beeinflussen können, auch wenn wir es gern möchten. Dinge, die wir akzeptieren müssen, auch wenn es schwerfällt. Wutanfälle, die es auszuhalten gilt, kleinere und größere Stürze und Verletzungen zu begleiten, aber einem Kind dies doch nicht abnehmen zu können.

Ein Kinderzimmer zu gestalten hingegen ist unkompliziert, macht Freude und gibt einem das Gefühl, etwas Gutes für das Kind zu tun. Und es ist nicht nur ein Gefühl, sondern Realität: ein schöner Raum macht das Kinderleben das kleine Bisschen schöner, glücklicher, geborgener. Und sind es nicht gerade die kleinen Dinge, die das Leben in positiver und auch bedeutsamer Weise prägen? Ich finde: ja!

4 Die Bedeutung von Vorleben statt Erklären und Erziehen

Von Wohnpsychologin Dr. Barbara Perfahl habe ich gelernt: Seinem Kind ein besonders schönes Kinderzimmer zu gestalten, ist nicht nur sinnvoll in Bezug auf das Geborgenheitsgefühl während der Kindheit oder das eigene Bedürfnis nach stil- und geschmackvoll gestalteten Wohnräumen.

Sondern auch die Forschung zeigt, dass der ästhetische Geschmack eines Kindes schon früh geprägt wird. Ein Grund mehr, dem Kind auch etwas über Stil und Geschmack beizubringen. Etwas, das viele Eltern aus meiner Sicht unterschätzen: Kinder lernen besonders durch Nachahmung – d.h. es ist weniger wichtig, was wir einem Kind sagen oder erklären, sondern viel bedeutsamer, was wir unserem Kind vorleben. Das gilt für den höflichen zwischenmenschlichen Umgang – zum Beispiel durch das Sagen von „Bitte“ und „Danke“ ausgedrückt – aber eben auch für ästhetische Aspekte wie Wohnen und Einrichten.

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5 Ein Ort, an dem man ganz schön viel Zeit verbringt!

Je nachdem, wie ihr euren Wohnraum gestaltet und ob ihr vielleicht noch eine große Spiel-Ecke im Wohnzimmer habt, ist das Kinderzimmer der Ort, an dem ihr gerade in den ersten Lebensjahren eures Kindes ganz besonders viel Zeit verbringt.

Hier wird gelesen und gekuschelt, in den Schlaf begleitet und gespielt, gewickelt und gepflegt und der ein oder andere Wutanfall durchgestanden. Grund genug, diesen Raum sowohl aus Kinder- als auch auch aus Elternsicht so zu gestalten, dass ihr hier gemeinsam eine schöne Zeit verbringt.

Dazu ist es wichtig, den Raum im Gedanken an ein möglichst hohes Maß an Selbständigkeit (s.o.) so einzurichten, dass es die Bereiche und Funktionen selbständig erkennen und auch erleben kann und stimulierende Farben, Formen und Materialien zu verwenden.

Wichtig ist aber auch, das elterliche Bedürfnis nach Struktur, Ordnung und Ästhetik zu berücksichtigen. Dinge, die sich keineswegs ausschließen, sondern sehr gut ergänzen – wenn man es richtig angeht, ist dies ein idealer Weg, der Individualität deines Kindes gerecht zu werden. 5 Gründe für ein schönes Zimmer 03

 

 

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Leina
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Kinder müssen sich einfach wohlfühlen in ihrem ganz persönlichen Reich. Oft bestimmen ja wir Eltern was schön ist und was nicht, aber vielleicht sollte man da noch viel mehr auch auf die ungesagten Dinge der Kinder eingehen.

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Adrian
Gast

Toller Artikel! Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein aufmerksam, liebevoll und kindgerecht gestaltetes Zimmer nicht nur für die eigenen Kinder wichtig ist. Der Prozess an sich ist eine wunderbare Erfahrung für die Eltern und die positiven Effekte spiegeln sich weit darüber hinaus im Alltagsleben wieder.

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